Den Anfang meiner neuen Küchenorganisationreihe macht mein Vorratsschrank. Diesen Schrank habe ich vor ungefähr einem Jahr, sehr halbherzig organisiert und das rächt sich mittlerweile. Denn das Ordnungssystem hat überhaupt nicht für uns funktioniert und der Schrank sah relativ schnell sehr chaotisch aus (im Video zeige ich Dir das ganze Ausmaß). Dazu kam mein erstes Backbuch*, dass mir wenig Zeit ließ den Vorratsschrank halbwegs ordentlich einzuräumen. Eigentlich brach in dieser Zeit so richtig die Unordnung aus, weil ich jede freie Minute in der Küche stand und neue Rezepte ausprobiert habe.
Die „Ich-schreibe-ein-Backbuch“-Zeit war anstrengend und wunderschön, doch jetzt reicht es. Die Küchenschränke sind mir ein Dorn im Auge, von außen kleben sie und von innen sind sie unordentlich. Damit ist jetzt Schluß und wenn Du Lust hast organisieren wir jetzt zusammen unsere Küche!
8 Schritte zu einem ordentlichen Vorratsschrank
Schritt 1 – Ausräumen
Der Anfang ist immer am schwersten, denn es kostet mich einiges an Überwindung einen Schrank auszuräumen. Denn erst wenn man seinen kompletten Vorratsschrank ausgeräumt hat, sieht man das ganze Elend. Im Schrank kann ich mir immer noch einbilden, dass da gar nicht so viel drin ist und vor allem das ich alles brauche. Doch sobald alles auf dem Tisch und Fußboden ausgebreitet ist, wird mir klar das ich mindestens ein Drittel gar nicht mehr brauche oder essen werde.
Schritt 2 – Putzen
Ist der Schrank erstmal leer, solltest Du die Gelegenheit nutzen und ihn richtig auswischen. Stark verschmutze Schränke bekommst Du gut mit Putzstein sauber, bei leichten Verschmutzungen reicht warmes Wasser mit ein wenig Spülmittel.
Schritt 3 – Ausmisten
Alles was Du aus dem Schrank geholt hast, musst Du ganz ehrlich und möglichst gnadenlos ausmisten. Lebensmittel die schon Monate oder gar Jahre unangetastet im Schrank lagern solltest Du nicht mehr zurück räumen. Selbst wenn sie noch haltbar sind oder sie noch gut aussehen. Denn ganz ehrlich eine einzelne Dose Currybohnen oder Buchweizenflocken die Du im letzten Jahr nicht gegessen hast, wirst Du wohl auch im nächsten Jahr nicht öffnen.
Prüfe alles auf Haltbarkeit, dabei kann dir das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Hilfe sein muss es aber nicht unbedingt. Rieche an deinen Lebensmittel, prüfe die Konsistenz und vertraue deinem Bauchgefühl. Hast du ein komisches Gefühl, auch wenn das MHD noch nicht überschritten ist wird Du das Lebensmittel wahrscheinlich nicht mehr essen und es vielleicht nur aus schlechtem Gewissen behalten. Andersherum kann es sein, dass das MHD schon abgelaufen ist und Du die Sache auf jeden Fall noch essen möchtest.
Alles was definitiv noch gut ist und Du nicht mehr verwenden möchtest, kannst Du verschenken. Der Rest muss dann schweren Herzens in die Biotonne oder auf den Kompost.
Schritt 4 – Kategorisieren
Jetzt solltest Du nur noch Lebensmittel vor Dir sehen, die Du essen wirst und die somit zurück in den Vorratsschrank dürfen. Stell gleiche oder ähnliche Lebensmittel in Gruppen zusammen, so bildest Du sinnvolle Kategorien für deine Regalfächer und Unterkategorien für eventuelle Ordnungshelfer wie z. B. Körbe.
Schritt 5 – Organisation
Jetzt kommt der schönste und aufwändigste Teil des ganzen Prozesses, dass Aussuchen der passenden Ordnungsprodukten. Die Auswahl der passenden Sachen ist absolute Geschmacksache und natürlich auch abhängig vom Budget. Möchtest Du es kostengünstig halten kannst Du leere Konservengläser aufbewahren und darin deine Trockenvorräte umfüllen. Ich hatte Glück und habe von meiner Tante und einer lieben Freundin einige alte Einmachgläser geschenkt bekommen.
Lebensmittel die Du nicht umfüllen möchtest kannst Du in passende Körbe, Kästen oder Kartons zusammen fassen. So sieht dein Schrank direkt viel übersichtlicher aus und Du kannst die Sachen schnell aus dem Schrank nehmen und wieder zurück stellen. Ich habe für meinen Schrank weiße Aufbewahrungskästen von Ikea genommen, davon hatte ich schon einige und musste mir nur ein paar zusätzliche nachkaufen.
Schau dich mal bei dir zuhause um, vielleicht findest Du ein paar passende Körbe. Auch die Unterteile von Schuhkartons sind dafür wunderbar geeignet, um einen einheitlichen Look für deinen Vorratsschrank zu erhalten kannst Du sie zum Beispiel mit Geschenkpapier bekleben.
Schritt 6 – Umfüllen
Ich fülle nur die Lebensmittel um, die ich ständig nutze und somit immer wieder kaufe. Dinge die ich nur ab und zu kaufe, lasse ich in den Verpackungen und stelle sie dann in die Ordnungskästen. Es sei denn ich kaufe sie im Unverpackladen, dann fülle ich sie natürlich in Gläser um.
Das Umfüllen in Vorratsgläser hat neben dem Vorteil das alles schön gleich und aufgeräumt aussieht auch noch den Vorteil, dass die Lebensmittel länger halten. Gerade Trockenvorräte die in Papiertüten verkauft werden, können Feuchtigkeit ziehen oder Lebensmittelmotten anlocken.
Schritt 7 – Einräumen
Nachdem Du jetzt einen guten Überblick über deine Lebensmittel hast und deine Kategorien bestimmt hast, kannst Du deinen Küchenschrank wieder einräumen. Achte darauf, dass Du die Lebensmittel die Du ständig benutzt nach vorne stellst. Dinge die Du seltener benutzt oder Ersatzpackungen zum Auffüllen stellst Du nach hinten.
Versuche beim Einräumen möglich viel Platz in den Schrankfächern zu lassen. So kommst Du an alles gut heran und das zurück stellen ist einfacher. Das ist mit ein Erfolgsfaktor damit dein Vorratsschrank möglichst lange aufgeräumt bleibt. Wird es schwer ein Teil an seinen Platz zurück zu stellen, wirst Du es wahrscheinlich in die nächste Lücke stellen die Du erblickst. Ob das Teil nun da hin gehört oder nicht.
Schritt 8 – Beschriften
Der letzte Schritt ist meiner Meinung nach unerlässlich für einen gut funktionierendes Ordnungssystem. So steht für jeden Behälter fest, was dort hineingehört. Niemand muss lange suchen, wenn er ein bestimmtes Teil heraus nehmen möchte. Möchte bei uns jemand Nudeln kochen, weiß er genau in welchem Kasten sie sich befinden. Ausserdem sieht es einfach hübsch aus, oder?
Endlich Ordnung in der Küche – Vorratsschrank (YouTube Video)
Im Video zeige ich Euch das Chaos in meinem Küchenschrank und wie ich ihn aufräume, ausmiste und alles neu organisiere.
Verwendete Ordnungsprodukte
- Einmachgläser z. B. von Ruhrglas (erhältlich auf dem Flohmarkt oder bei Wohnungsauflösungen)
- Ähnlich Einmachgläser mit Bügelverschluss*
- kleine weiße Kästen VARIERA von Ikea
- große weiße Kästen VARIERA von Ikea
- Ähnliche Körbe aus Wasserhyazinthe*
- Mein Labelmaker*
- Schriftband schwarz auf transparent*
- Etiketten von Hema (online nicht gefunden)
- Mein Backbuch – Mix Mit Backen *
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Der Beitrag Mehr Ordnung in der Küche – Vorratsschrank organisieren erschien zuerst auf Rezepte, Ordnungsideen und DIY | relleomein.de.